Tachymetrie

Der zielgerichtete Einsatz eines Präzisions-Tachymeters gehört zu den klassischen Aufgaben der Vermessung. Für ein permanentes Monitoring werden Fixpunkte, Überwachungspunkte und Messrhythmus definiert. Messung, Übermittlung und Analyse erfolgen danach vollautomatisch.

Der Einsatz eines Präzisions-Tachymeters bietet sich besonders bei Verkehrswegen, Baugrubenabschlüssen und Infrastrukturbauten an, welche intensiv überwacht werden müssen.

 
  • Messbereich
2 - 150m
  • Messintervall
≥ 45 - 60 min
  • Genauigkeit
± 1 - 2 mm

Digitalnivellier

Der Einsatz eines Digitalnivelliers gehört ebenfalls zu den klassischen Aufgaben der Vermessung. Für ein manuelles Monitoring werden geeignete Fix- und Überwachungspunkte definiert und versichert. Messung und Auswertung erfolgen in Abhängigkeit der Projektanforderungen.

Der Einsatz eines Digitalnivelliers bietet sich bei Objekten an, welche in Bezug auf ihr Setzungs- / Hebungsverhalten genau und zuverlässig überwacht werden müssen.

 
  • Messbereich
2 - 30 m pro Visur
  • Messintervall
manuell
  • Genauigkeit
± 0.1 mm

GNSS

Dank globalen Satelliten-Navigationssystemen zur Positionsbestimmung können Messungen mit GNSS bei jedem Wetter und zu jeder Zeit erfolgen - eine Sichtverbindung zwischen den Überwachungspunkten ist nicht erforderlich. Diese Messmethode bietet sich vor allem dort an, wo grossräumige Bewegungen überwacht werden müssen.

In Kombination mit der Tachymetrie können zudem, unabhängig von Fixpunkten der amtlichen Vermessung, georeferenzierte Fixpunkte erstellt werden. Dies ist vor allem in abgelegenen Gebieten ein grosser Vorteil.

 
  • Messbereich
ohne Einschränkung
  • Messintervall
abhängig von Projektanforderungen
  • Genauigkeit
Lage ± 20 mm / Höhe ± 40 mm

Erschütterungssensor

Bei Bauarbeiten und Sprengungen treten Erschütterungen auf, deren Einfluss auf umliegende Bauwerke überwacht werden muss. Unter Berücksichtigung von gängigen Normen (SN 640 312a) werden die zu überwachenden Objekte in Empfindlichkeitsstufen eingeteilt. Zusammen mit der erwarteten Häufigkeit der Erschütterungen werden die Grenzwerte der Schwinggeschwindigkeit festgelegt.

Zur Überwachung dieser Erschütterungen und Minimierung möglicher Schäden werden Erschütterungssensoren eingesetzt, welche permanent und zuverlässig sämtliche Schwingungen messen, übermitteln und im Ereignisfall automatisch Alarm auslösen.

 
  • Messbereich
triaxial, ± 100 mm/s
  • Messintervall
bis 350 Hz
  • Genauigkeit
1s

Inklinometer

Ein Inklinometer ist ein Neigungsmesser und wird zur manuellen Überwachung eines horizontalen oder vertikalen Bohrloches eingesetzt. Damit werden lückenlos über die gesamte Länge des Bohrloches Neigungsänderungen bezüglich der ursprünglich verbauten Bohrlochachse gemessen und registriert.

Inklinometermessungen kommen vor allem bei Baugrubenabschlüssen und Überwachung von Dammschüttungen und Geländedeformationen zum Einsatz.

 
  • Messbereich
bis 50 m
  • Messintervall
abhängig von Projektanforderungen
  • Genauigkeit
± 0.1 mm / Messschritt

Ketten-Inklinometer

Ein Ketten-Inklinometer ist ein Neigungsmesser und wird zur permanenten Überwachung eines horizontalen oder vertikalen Bohrloches eingesetzt. Damit werden lückenlos über die gesamte Länge des Bohrloches Neigungsänderungen bezüglich der ursprünglich verbauten Bohrlochachse gemessen und registriert. Die einzelnen Glieder der zu verbauenden Messkette werden aneinander gekoppelt und im Bohrloch versenkt.

Inklinometermessungen kommen vor allem bei Baugrubenabschlüssen und Überwachung von Dammschüttungen und Geländedeformationen zum Einsatz.

 
  • Messbereich
theoretisch beliebig (Kettenbasis)
  • Messintervall
permanent
  • Genauigkeit
± 0.05 mm / Messschritt

Extensometer

Extensometer werden zur Messung von Relativbewegungen zwischen Ankerpunkt und Messkopf im Fels oder Boden eingesetzt. Im Unterschied zum Inklinometer werden Veränderungen in Längsrichtung zur Bohrlochachse gemessen.

Extensometer kommen insbesondere im Tunnel- und Untertagebau sowie bei der Überwachung von Gelände- sowie Bauwerksdeformationen zum Einsatz.

 
  • Messbereich
je nach Bohrlochtiefe
  • Messintervall
händisch im vorgegebenen Intervall
  • Genauigkeit
je nach Bohrlochtiefe 0.05 mm - 0.3 mm

Piezometer

Piezometer werden zur Messung von Porenwasserdrücken und Wasserständen eingesetzt, z.B. zur Überwachung von Grundwasserpegeln.

Mögliche Anwendungsbereiche dieser Sensoren sind Porenwasserdrücke in siltigen Böden, die Messung von geohydraulischen Kennwerten unterhalb von Talsperren, Baugruben, Deponien, Dämmen und Deichen.

 
  • Messbereich
je nach Bohrlochtiefe
  • Messintervall
händisch im vorgegebenen Intervall oder automatisch
  • Genauigkeit
0 - 500 kPa

Tiltmeter

Mit einem Tiltmeter (Neigungssensor) werden punktuelle Neigungsänderungen von Objekten in eine oder zwei Richtungen gemessen (uniaxial / biaxial).

Neigungssensoren kommen überall dort zum Einsatz, wo Objekte vorübergehend oder dauerhaft auf Neigungsänderungen überwacht werden müssen. In der Regel werden diese Sensoren zusammen mit weiteren Überwachungssensoren installiert und betrieben.

 
  • Messbereich
± 2.5° - ± 30°
  • Messintervall
permanent
  • Genauigkeit
± 0.002°

Rissmeter

Ein Rissmeter (Crackmeter) misst Längenveränderungen entlang des Messgestänges zwischen zwei Verankerungspunkten.

Rissmeter werden verwendet, um die Veränderung von Fugen, Rissen und Klüften mit hoher Präzision und Zuverlässigkeit zu messen und aufzuzeichnen.

 
  • Messbereich
bis 200 mm
  • Messintervall
permanent
  • Genauigkeit
± 0.3 mm

Pegelmesser

Pegelmessensoren bestimmen mittels Radar-Technologie die lichte Weite zwischen Sensor und zu überwachendem Medium (Wasser, Geschiebe…)

Fliessgewässer können bei Hochwasser beträchtliche Mengen Wasser bzw. Geschiebe mit sich führen. Zur Überwachung von Abflusspegel und Murgängen und zum Schutz von unmittelbar betroffenen Bauwerken (z. B. Bahn-Brücken) werden Pegelmessensoren eingesetzt.

 
  • Messbereich
bis 35 m
  • Messintervall
permanent
  • Genauigkeit
± 5 mm

Kraftmessdosen

Kraftmessdosen messen auftretende Kräfte an gespannten Erd- und Felsankern.

Sie werden vor allem verwendet zur Lastkontrolle und bei Ankerversuchen in Baugrubenabschlüssen usw.

 
  • Messbereich
bis 2500 kN
  • Messintervall
permanent
  • Genauigkeit
± 0.5 % der vollen Kapazität